der tiefere Sinn

22. Mai 2017 § Ein Kommentar

Was ist denn eigentlich der tiefere Sinn dieser Fahrerei? Dieser Touren? Dieser „Road -Sache“?

Die „Buchalovs Freunde Tour“, nomen est omen, ist eine Fahrt zu den Freunden und Bekannten von Buchalov und mir, die wir beide im Internet kontaktet haben und nun noch besser kennenlernen wollen. Ich darf vorbeikommen. Es ist eine Fahrt des Kennenlernens: Orte, Menschen, Charaktere und Denkweisen. Ich lerne viel.

Und es ist eine Fahrt zu sich selbst. Auch dieses Jahr wieder, wenn ich im Juni untrwegs bin. Da ich alleine im Wohnmobil fahre, werde ich wohl im Zurückgeworfensein auf mich selbst mich auch ständig selbst neu verorten. Ich bin mir sicher, dabei wieder einiges zu erfahren – nicht nur über das, was ich besuche, sondern auch Neues über mich selbst.

Ganz klar: Ich fahre nicht nur zu Freunden. Ich fahre auch zu mir.

Buchalovs Freunde Tour 2017

9. Mai 2017 § Ein Kommentar

Es ist zeitlich noch ein wenig hin. Aber im Juni wird Juergen zum ersten Teil seiner „Buchalovs Freunde Tour 2017“ mit dem Wohnmobil starten, die ihn nach Hamburg zu „Valentino“ – so ist es beabsichtigt – und in den norddeutschen Raum führen soll. Die Dokumenta in Kassel hat Juergen auch im Blick. Der zweite Teil folgt im August in den Süden Deutschlands.

Seine Planung läuft jetzt an und er freue sich, sagte er mir, wenn er noch jemand weiteres besuchen dürfe. Man solle sich einfach melden.

Wie die Touren in den letzten Jahren verlaufen sind, kann man hier sehen: https://buchalovsfreunde.wordpress.com/
Buchalov

wenn es am Schönsten ist …

18. August 2016 § 5 Kommentare

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letzte Skizze aus dem Skizzenbuch der BFT 2016

Wenn es am Schönsten ist, soll man gehen. So sagt man doch, oder?

Und so war es auch. Der Höhepunkt meiner „Buchalovs Freunde Tour 2016“ war sicherlich am vergangenen Dienstag, als die gemeinsame Ausstellung „wegschütten“ mit Susanne Haun eröffnet wurde und dann in den von ihr ausgerichteten Salon überging: volles Haus, tolle Gespräche, freudig Umarmungen (wenn man sich wieder gesehen hat nach so langer Zeit, was so richtig gut tat), kuratorische Erläuterungen, Künstlerstaements, Verkaufsgespräche, Tauschgeschäfte, Schmalzstullen, Rotwein, Oberflächliches, tief schürfende Gespräche, Rauchertreffen auf dem Balkon, blättern in den umherliegenden Zeichnungen, wühlen in Holzschnitten, Fragen, Versuche, zu begreifen, was man da sieht – die gesamte Palette eben.

Susanne Haun hat ihre Eindrücke hier festgehalten und läßt unter anderem die Bilder sprechen: [ >>> ]

Und auf der Rückfahrt dann hatte ich stundenlang Zeit nachzudenken, sacken zu lassen und auch ein mehr oder weniger sentimental zurückzublicken – wie das eben so ist, wenn man schlecht loslassen kann, weil es so schön war.

Buchalov

mehr nicht

15. August 2016 § 6 Kommentare

Gestern war Sonntag. Gestern war Ruhetag auf der „Buchalovs Freunde Tour“.

Also habe ich mich ausgeruht, gelesen, über alles mögliche nachgedacht und ein wenig skizziert.

Und mit dem Rad bin ich an den Schiffsanleger von Tegel gefahren, habe auf der Parkbank gesessen, den Booten nachgeschaut und wirken lassen, wie die Menschen den Sonntag in der Sonne am Wasser verbringen. Schön wars.

Mehr nicht.

Buchalov

zwei Bilder, zwei Ereignisse

13. August 2016 § 6 Kommentare


Zwei Bilder, zwei Ereignisse: und das war gestern.

 1:

Susanne Haun und ich hatten einen Arbeitsvormittag abgesprochen. Und es wurde ein Arbeitsvormittag mit der Gestaltung und dem Colorieren kleiner Heftchen, die auf unserer Ausstellung „wegschütten“ am Dienstag  im Atelier von Susanne Haun (16 Uhr, Groninger Straße) präsentiert werden sollen und eine verkleinerte Auswahl unserer Zeichnungen enthalten. Und es gab vieles zu besprechen, intensiv, turbulent, so dass das Zeichnen eher unbewußt voranschritt und wir künstlerisch eher unbewußt agierten.

 2: 

Birgit vom Literaturblog „Sätze und Schaetze“, die wie ich momentan in Berlin zu Gast ist, erweiterte unsere Runde. Und schon gab es ein gemeinsames Mittagessen, viele mächtig unterhaltsame Momente, Themen von ungeheurer Bedeutung und den Besuch der Städtischen Galerie im Wedding. 

Übrigens: Bloggen hin oder her – sich persönlich treffen, angebahnt durch unsere Bloggeeei (Bloggerei): das ist der Kick.

Buchalov

Leuchtturm

12. August 2016 § 5 Kommentare

Es gibt Kuenstler, an denen führt für mich kein Weg vorbei. Sie sind wie Leuchttürme. Warum? Ganz einfach: sie leuchten und zeigen einem in dunklen künstlerischen Nächten und bei verschlungenen kreativen Pfaden mögliche Wege wie es gehen kann. Und sie sind Orientierungspunkte.

Heute haben Susanne Haun, ich und unsere Kuratorin Christina Siedebusch – nächste Woche Dienstag wird sie unsere gemeinsame Ausstellung „wegschütten“ in Susannes Atelierräumen eröffnen – die Retrospektive von William Kentridge „Not it is“hier in Berlin besucht. Wir haben nicht nur vor diesem Leuchtturm schauend gestanden, nein wir haben ihn auch ausgiebig erforscht. 

o.T. Kuester

Keine Frage, Kentridge ist Teil einer kunsthistorischen Linie, die mindestens bis zu Dürer reicht. Seine schwarz- weiß geprägten Zeichnungen geben​ Zeugnis davon.

Was ihn fuer mich zu einem wirklich besonderen Kuenstler macht, ist seine spartenüberschreitende, gesellschaftsbezogene, auch auf moderene Medien zurückgreifende Praesentation der Zeichnungen, Plastiken und Drucke: Schauspielerei, Musik, Film und Video, hier besonders stopmotion, der Einbau von mechanischen Werken, ganzheitliche Rauminstallationen sind die Teile seiner Spielwiese und greifen gekonnt ineinander.

„More sweetly play  thedance“(Prozession), diese riesige und emotionanal tief bewegende Video – Rauminstallation über die mühevolle körperliche Arbeit und nomadische Existenz von uns Menschen traf bei mir nicht nur einen Nerv.

Buchalov

Symbolik

11. August 2016 § Ein Kommentar

Wo ich gestern auf meiner „Buchalovs Freunde Tour“ auch hingeschaut habe: Symbolik und Zeichen.

In Magdeburg, das ich morgens noch mit dem Fahrrad „erobert“ habe, war es die christliche Ikonografie, in Berlin am späten Nachmittag das Grabmal der Frederike von Bülow, der Mutter der beiden Humboldts. Susanne Haun führte uns zu dieser Stelle am Humboldtschloss.

Aber der Reihe nach. 

Im Dom zu Marburg war es die Hirnschale des Heiligen Mauritius und eine Fingerkuppe der Heiligen Maria, beides als Reliquie, die mich, als ich von Ihnen erfuhr, bewegten. Solche symbolträchtigen Körperteile als Form der religiösen Verehrung sind mächtige Zeichen. Und dann die diversen skulpturalen Arbeiten im Kirchenschiff, wobei mich das Mahnmal von Barlach am direktesten ansprang, auch wenn seine Art der Darstellung aus der Zeit gefallen scheint, weil es ein auch momentan wieder wichtiges Zeichen gegen den Krieg ist. 

Und das Grabmal der Humboldts: ein Zeichen des Bewusstseins von der eigenen Bedeutsamkeit dieser Familie eingebettet in eine scheinbar unbedeutende, naturbelassene Form, was natürlich das zu setzende Zeichen nur noch verstärkt.

Tja, beide Partien wussten wohl wie man Zeichen setzt. Und wie Symbolik wirken kann.

Buchalov