Rhizomwoche: Finito

30. August 2017 § 4 Kommentare

Fünf Tage haben Barbara und  ich von morgens bis abends gearbeitet, einzeln und zusammen. Wir haben ernsthaft gearbeitet und noch ernsthafter gespielt. Wir haben geprüft, verworfen, bestehen lassen und über Gott und die Welt geredet. Wir sind uns näher gekommen und haben es genossen. Aber das war ja klar und gewollt, denn wir waren bewußt nur zu zweit – keine Möglichkeit zum Ausweichen also.

Ich habe ein Tagebuch geführt, wir haben täglich den Tag mit Grundsätzlichem beim Morgenkaffee begonnen und mit einem Rückblick beendet. Und wir haben voneinander gelernt. Ständig. Auch profitiert. Barbara war eine perfekte Gastgeberin. Und sie ist eine Künstlerin mit Format.  Ich habe mich „sauwohl“ gefühlt. Die Örtlichkeiten und die menschliche Situation in ihrem Atelier waren einfach optimal.

Und mir ist es gelungen, meinen theoretischen Ansatz vom „Rhizom“ zu vertiefen und konkret im großen Stil umzusetzen. Ich habe eine „Raumecken-Installation“ geschaffen. Und bedauert, dass sie nur kurze Zeit Bestand hatte und wieder abgebaut werden musste.

Und irgendwann werden auch die theoretischen Überlegungen „zum rhizomischen Denken und Handeln in der künstlerischen Beschäftigung“ inhaltlich und redaktionell  soweit gediehen sein, dass ich sie hier veröffentlichen kann. Hoffe ich.

Aber jetzt ist erst einmal Finito, fertig! Und etwas Pause.

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Klarheit

29. August 2017 § 5 Kommentare

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Ich glaube, ich muss etwas Klarheit schaffen, und schreiben, was es mit der Rhizomwoche von Barbara in „Busch 8“ und mir genauer auf sich hat.

Der Plan ist der, dass es eigentlich keinen Plan gibt, und dass wir aus dem konkreten Tun heraus schauen wollen, ob die Beschäftigung mit dem Thema „Rhizom“ uns künstlerisch voranbringt.  Barbara konzentriert sich dabei auf die Darstellung eines biologischen Rhizoms, ich dagegen mehr auf eine rhizomarige Methode der Themenbearbeitung.

Der Gedanke dahinter ist die Vermutung, das diese Beschäftigung uns in unseren bisherigen Projekten weiterbringt (Barbara arbeitet generell am Projekt „EdenZwo“ und ich am Projekt „Latos Werkstatt“.)

Das bisher vorläufige Ergebnis sollen  ein paar Photos verdeutlichen:

 

Bilder des Tages

28. August 2017 § 7 Kommentare

Nach meinem Verständnis ist ein Rhizom u.a. der zu bearbeitende künstlerische Gegenstand. Und dies können rhizomartige Gewächse sein, biologischer Ansatz, aber auch alle möglichen weiteren Themen des Alltags, erweiterter  – philosophischer Ansatz.

Barbara versucht die Darstellung eines biologisches Rhizoms. Für mich sind „Latos Kapseln“ mein Rhizomgegenstand.

 

Eine Keimstelle

26. August 2017 § Ein Kommentar

Im rhizomartigen künstlerischen Handeln, so mein Denkansatz, gilt es die Keimstellen zu suchen, die uns im Thema voranbringen und mit verschiedenen Techniken ausgearbeitet werden können. Es ist wie kreatives Spielen. Hier zwei Beispiele dafür.

Juergen: Versuch der Darstellung der Urform einer Kapsel

Barbara: Versuch eines Deckenrhizoms aus Holz

Rhizomwoche: ein paar Zwischenergebnisse

25. August 2017 § 8 Kommentare

Ein paar Bilder vom ersten Tag sollen für heute genügen. Der Prozess läuft.

zweimal Rhizom

24. August 2017 § 11 Kommentare

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Die „Buchalovs Freunde Tour“ hat bei Barabara Schmitz Becker in „Busch8“und ihrem „Eden Zwo Labor“ Station  gemacht. Es ist die letzte Station für dieses Jahr. Und eine, auf die ich mich sehr gefreut habe: denn es ist schon etwas Besonderes bei Barbara in „Busch8“, den geheiligten Hallen, die schon so viele Künstler beherbergt hat, zu Gast zu sein.

Barbara hat mich begrüßt und gedrückt, mir das Wichtigste in den Räumen gezeigt, wir haben die Brücken geschlagen und losgelegt. Nach und nach habe ich aus dem Auto mein Material geholt und den Raum in Besitz genommen.

Barbaras Ansatz: sie will mit der Hilfe von Naturmaterialien Rhizome nachbauen, also ein biologischer Ansatz, was sie teilweise auch schon getan hat, wie ich sehen konnte, und hat mit einer weiteren Arbeit unter der Decke im Hofdurchgang aus Holzfurnieren begonnen.

Mein Ansatz: Zeichnungen und Fotokopien von Kapseln, „Latos Kapseln“,  die ich schon seit geraumer Zeit in Latos Werkstatt zusammengetragen habe, sind mein Augangspunkt und ich will mich in sie vertiefen, sie rhizomartig erarbeiten und  darstellen  mit Hilfe von Zeichnungen, Holzschnitten, Fotos und kleinen Objekten aus Knetmasse. Und herausbekommen, warum die Kapseln eigentlich zu meinem und Latos Thema geworden sind.

 

flüchtig, skizzenhaft, vorläufig

23. August 2017 § 5 Kommentare

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Am zweiten Tag meines Besuches bei „Sophasofia“ und „Irgendlink“ auf der „Buchalovs Freunde Tour“ haben wir uns von Ort zu Ort rhizomartig mit dem Rad treiben lassen. Und vor Ort gearbeitet: flüchtig, skizzenhaft, vorläufig, improvisiert.

Und jetzt? Gute Frage finde ich.